20 Fakten zum gesunden Schlaf

in News
20 Jahre - 20 Fakten - gesunden Schlaf - fit - Fitness- und Gesundheitsstudio

20 Jahre - 20 Fakten

„Schlafen wie ein Baby“ – diesen Spruch kennt Ihr bestimmt auch. Babys und auch kleine Kinder können quasi in jeder Situation zur Ruhe finden. Das würdet Ihr auch gern können? Dann lest doch unseren Beitrag „20 Fakten zum gesunden Schlaf“.

Dass Ihr nach dem Artikel auch schlafen könnt wie ein Baby, wollen wir Euch nicht garantieren. Aber wie Ihr besser zu Ruhe kommt, wisst Ihr dann garantiert.

1. Fakt: Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass wir rund ein Drittel unseres Lebens „verschlafen“. Doch das ist keineswegs vertane Zeit, denn Schlaf ist zwingend notwendig – ohne ihn kommen wir nicht aus.

2. Fakt: Manchmal gelingt es, einige Tage lang wach zu bleiben bzw. mit sehr wenig Schlaf auszukommen – aber ab einem bestimmten Punkt fordert der Körper sein Recht: Irgendwann schlafen wir einfach ein. Schlafmangel schadet sowohl der geistigen als auch körperlichen Gesundheit.

3. Fakt: Schlafentzug könnte durchaus als Foltermethode eingesetzt werden: Bereits nach 24 Stunden Schlafentzug reagiert das Gehirn mit Halluzinationen.

4. Fakt: Der Schlaf ist deshalb so gesund, weil nur während dieser Ruhephase Regenerierungsprozesse laufen, die für die Wachphasen dringend benötigt werden. Der Organismus ist mit gleichzeitig ablaufender Aktivität und Regeneration schlichtweg überfordert. Die Annahme, dass unser Körper im Schlaf lediglich ruht, ist ein weitverbreiteter Irrglaube. Denn vor allem in der Nacht arbeitet der Körper auf Hochtouren.

5. Fakt: Guter Schlaf ist eine wichtige Säule des geistigen und körperlichen Wohlbefindens: Wer regelmäßig gut und ausreichend schläft, ist insgesamt körperlich und geistig leistungsfähiger, wird seltener krank und fühlt sich einfach besser. Das steigert natürlich die Lebensfreude, stimmt optimistisch und bestärkt damit wieder die positiven Effekte.

6. Fakt: Bereits eine Nacht mit „schlechtem“ Schlaf lässt uns am Morgen nur schwer in die Gänge kommen. Das ist jedoch wenig problematisch, wenn dies nur die Ausnahme ist. Dauerhafter Schlafmangel führt zwangsläufig zu ernsthaften körperlichen und geistigen Problemen.

7. Fakt: Anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung beziehungsweise schnelle Ermüdung sind die Folge von chronischem Schlafmangel – die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit wird eingeschränkt. Das wirkt sich unvermindert auf Beruf, Familie und Freizeit aus: Man reagiert schnell gereizt oder gerät in Konflikte. Ist man unkonzentriert, macht man auch mehr Fehler.

8. Fakt: Körperliche und seelische Folgen greifen ineinander: Hat das Immunsystem keine Gelegenheit sich während des Schlafes ausreichend zu regenerieren, kommt es häufiger zu Infekten. Wenn der Stoffwechsel keine Zeit bekommt die täglichen „Aufräumarbeiten“ zu leisten, leidet der gesamte Organismus. Findet dann die Seele keine Entspannung, sind Depressionen oder Burnout eine häufige Folge. Schlafmangel kann auch zu einer verkürzten Lebenserwartung führen.

9. Fakt: Eine Vielzahl von Botenstoffen steuert den Schlaf: Eine besondere Rolle nehmen dabei Hormone ein, wobei Melatonin auch als das „Schlafhormon“ bezeichnet werden kann. Eine hohe Konzentration von Melatonin im Blut fördert den Schlaf, Melatoninmangel hingegen kann die Ursache von schlechtem Schlaf oder Schlafstörungen sein.

10. Fakt: Der Melatoninspiegel hängt stark vom Tageslicht ab: Bei viel Tageslicht, etwa im Sommer, produziert unser Körper weniger Melatonin. Im Winter ist das Gegenteil der Fall. Dies ist auch einer der Erklärungsansätze für Frühjahrsmüdigkeit und das erhöhte Schlafbedürfnis vieler Menschen im Winter.

11. Fakt: Kommt man dauerhaft nicht in den Schlaf, greifen viele Menschen zu Schlafmitteln. Auch hier treffen wir wieder auf das Melatonin. Es wird als Medikament gegen Schlafstörungen eingesetzt. Dies sollte allerdings nur auf ärztliche Anordnung geschehen. Eine Selbstbehandlung, beispielsweise mit melatoninhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln, ist nicht empfehlenswert.

12. Fakt: Eine Alternative sind pflanzliche Schlafmittel – wie Baldrian, Melisse oder Hopfen. Ganz ohne Risiken sind diese jedoch auch nicht. So kann es beispielsweise zu einer psychischen Abhängigkeit kommen. Egal ob künstlich hergestellt oder auf pflanzlicher Basis: Schlafmittel sollten generell nur kurz eingenommen werden.

13. Fakt: Am Tag tüftelt man des öfteren an verschiedenen Problemen und kommt einfach zu keinem Ergebnis. Vielleicht findet man die Lösung im Schlaf. Denn Studien belegen: Das Gehirn ist in Teilen der Nacht, im sogenannten REM-Schlaf, sogar aktiver als am Tag.

14. Fakt: Wer tief und fest schlafen möchte, achtet am besten auf die richtige Schlafumgebung. Das Schlafzimmer sollte optimalerweise folgende Eigenschaften aufweisen: dunkel, leise und kühl. Eine ruhige und kühle Farbgebung sowie ein optimales Raumklima mit circa 18 Grad Raumtemperatur inklusive ausreichender Luftfeuchtigkeit ist ebenfalls empfehlenswert.

15. Fakt: Auch wenn sie schön sind: Pflanzen gehören keinesfalls ins Schlafzimmer. Sie nehmen uns den wertvollen Sauerstoff und lassen Kohlendioxid ausströmen. Beides hindert uns am guten Schlaf. Außerdem sind Pflanzen oft Staubfänger. Dieser Staub kann Allergene enthalten, die unsere Atemwege reizen und so den Schlaf belasten.

16. Fakt: „Wie man sich bettet so liegt man“ – dieses altbewährte Sprichwort ist richtig. Denn das richtige Bett, Lattenrost und die Matratze können den Schlaf durchaus positiv beeinflussen. Dabei sollte man vor allem auf Qualität achten – wobei teuer nicht zwangsläufig gut ist. Stabilität und eine optimale Anpassung an den Körper sind entscheidend.

17. Fakt: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier – auch beim Schlaf. Regelmäßige Schlafzeiten sind eine der wichtigsten Voraussetzungen für gesunden Schlaf. Unregelmäßigkeiten, wie sie etwa durch Schichtarbeit oder Jetlag begründet sind, können den Schlaf nachhaltig stören. Das gilt auch, wenn man generell sehr oft zu unregelmäßigen Zeiten schläft.

18. Fakt: Entspannung gilt als wesentliche Voraussetzung für gesunden Schlaf. Sie ist das biologische Gegenprogramm zu den Aktivitäten des Tages. Im Zustand der Entspannung schüttet der Körper das „Wohlfühlhormon“ Serotonin aus – das beruhigt. Dieses wird anschließend in der Zirbeldrüse in das Schlaf- und Nachthormon Melatonin umgewandelt. Stresshormone wie Adrenalin werden gleichzeitig abgebaut.

19. Fakt: Auch die richtige Ernährung kann zu einem gesunden Schlaf beitragen: So sollte man Abends keine schwere Kost mehr zu sich nehmen, nach 16 Uhr bestenfalls auf Koffein oder Alkohol verzichten. Eine kleine Sünde ist jedoch auch aus Sicht von Ärzten erlaubt: Ein Riegel Schokolade, eine Tasse warmer Kakao, ein paar Kekse oder eine kleine Portion süße Früchte beeinflussen den Blutzuckerspiegel so, dass wir leichter einschlafen können.

20. Fakt: Es kursieren zahlreiche Mythen zum gesunden Schlaf: Unter anderem hört man immer wieder, dass 8 Stunden Schlaf die perfekte Lösung sind. Doch das ist so nicht richtig: Denn jeder Mensch hat ein anderes Schlafbedürfnis. Für den einen sind es 10, für den anderen reichen auch 5 Stunden Schlaf, um sich ausgeruht zu fühlen. Unser Tipp: Hört auf Euren Körper und findet das individuell perfekte Zeitfenster heraus.

 

Bildquellen:

Beitragsbild: Pixabay | Bearbeitung: DELTA BARTH Systemhaus GmbH

Quelle:

https://www.meine-gesundheit.de/ratgeber/schlaf